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Ausgabe 2, 07/2010 Print Anzeigen - Studie und Erkenntnisse
Eine Studie des Kölner Instituts für Markt- und Medienforschung Phaydon hat die Aufmerksamkeitsstärke von Werbemitteln untersucht und das komplizierte Kausalgeflecht von Anzeigenwahrnehmung und Anzeigenwirkung ein Stück weit entwirrt. Die Studie räumt auf mit Vorurteilen. Demnach sind es nicht die einfachen Anzeigen, die sich ungestützt wieder aus dem Gedächtnis abrufen lassen, sondern diejenigen, die ein ganzheitliches und stimmiges Bild beim Betrachter hinterlassen.
Wichtigste Erkenntnisse:
- die teuren rechtsplatzierten Anzeigen sind nicht unbedingt immer aufmerksamkeits- stärker als linksplatzierte.
- der Effekt von Doppelseitigen Anzeigen ist nicht unbedingt stärker, als der von
einseitigen Anzeigen.
- eine hohe Verweildauer auf Anzeigen heißt noch lange nicht, dass die beworbene
Marke auch dementsprechend stark verankert wird.
Quelle: media&marketing
Unsere Anmerkung:
Einmal mehr zeigt es sich, daß es in der Werbung keine verlässliche Gesetzmäßigkeit gibt. Unser Marktgeschehen ändert sich stetig und permanent, sodaß man flexibel, schnell und mit permanenter Erfolgskontrolle arbeiten muss um keine unnützen Investitionen zu tätigen.
In Bezug auf Printwerbung heißt das letztlich Mut zu Design, Farbe und starken Texten. Das ganze eingebettet in ein gutes Unternehmensdesign und -Konzept, dann ist die Chance auf eine erfolgreiche Beachtung gegeben und auch sicherlich zu einem großen Teil unabhängig von der Position - und hier kann man Geld sparen für andere Maßnahmen, denn der Mix macht es letztlich aus!
Ausgabe 1, 07/2010: Corporate Social Responsibility
Konsumenten honorieren soziale Verantwortung von Unternehmen!
Das Thema Corporate Social Responsibility (CSR) generiert einen ethischen Markenwert und hat Einfluss auf Markenimage und Verbraucherverhalten. Die Strategieberatung Simon-Kucher & Partners weist darauf hin, dass laut dem „Trendreport Grün“ von Sevenone Media zwei Drittel der Konsumenten bereit seien, für nachhaltige Produkte einen Preisaufschlag zu bezahlen. Bis zu fünf Prozent mehr würden gerne gezahlt, ein Fünftel hielte auch einen Aufschlag von zehn Prozent für angemessen. Dies wird nach Ansicht der Strategieberater von Unternehmen bislang zu wenig beachtet.
Die CSR-Initiativen von Unternehmen richteten sich derzeit eher an Medien, Politik und Mitarbeiter. Die Konsumenten würden nicht ausreichend einbezogen. „Viele Kampagnen sind sicherlich sinnvoll, erreichen aber nicht alle Zielgruppen. Unternehmen schöpfen die Möglichkeiten von CSR als Marketingmittel nicht genug aus“, erklärt Gunnar Clausen, Partner des Beratungsunternehmens.
Bei kurzlebigen Konsumgütern gebe es aber gelungene Beispiele. Die erfolgreiche CSR-Marketing-Kampagne „Regenwald Projekt“ von Krombacher (1 Kasten Bier = 1 Quadratmeter Regenwald) sei den meisten Verbrauchern in Erinnerung geblieben. Der Bierbrauer habe seinen Absatz schon im ersten Anlauf um 6,3 Prozent gesteigert. Andere Industrien wie Telekommunikation, Banken und Versicherung, Tourismus oder Konsumelektronik hinkten der Entwicklung jedoch hinterher. Man könne nicht erwarten, dass sich die Konsumenten in den Nachhaltigkeitsberichten der Unternehmen über CSR-Aktivitäten informierten. „Der nachhaltige Einsatz muss direkt beim Kauf kommuniziert werden, um den Kunden mitzunehmen“, betont Clausen.
Die Effektivität von CSR-Marketing sei sicher auch branchenabhängig. Im Lebensmittelbereich erzielten Produkte aus nachhaltiger Produktion, etwa Schokolade, Früchte und Kaffee, hohe Abverkaufspreise. Der Konsument würde sich im Zweifel eher für dasjenige Produkt entscheiden, das sich in einem nachhaltigen Zusammenhang präsentiert. Dadurch habe er beim Kauf direkt ein gutes Gefühl. Der Effekt für den Markenwert sei hoch und der Gewinn garantiert. Eine richtige Integration der CSR-Initiativen in die Marketing-Strategie entscheide über den Erfolg.
Nach Meinung der Strategieberater ist es überaus wichtig, dass die Firmen glaubwürdig sind. Das Engagement dürfe nicht wie eine reine Marketingaktion aussehen, es müsse auch mittel- und langfristig gelebt werden. Nur dann steigere man Markenwert und Umsatz. Beim offensichtlichen “Greenwashing“ von Produkten, die mit irreführenden Informationen ein nachhaltiges Unternehmensbild suggerierten, könne das Ganze auch negative Folgen haben. Jüngste Ausrutscher hätten gezeigt, dass ein Unternehmen seine CSR-Versprechen einhalten müsse, sonst stehe die Reputation auf dem Spiel.
Quelle: www.simon-kucher.com www.absatzwirtschaft.de